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Türchen Nr.23 Rote Bete & Meerrettich – Kraft aus der Erde

  • Suzanne Minka
  • 23. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

tannenzwieg mit roten beeren , tannenzapfen, sternen und schrift


Wenn die Tage kürzer werden und die Natur sich zurückzieht, schenkt sie uns Wurzeln voller Leben. Rote Bete und Meerrettich gehören zu jenen Pflanzen, die uns im Winter mit Kraft, Farbe und Geschmack versorgen. Sie wachsen regional, sind lange haltbar und schenken dem Körper genau das, was er jetzt braucht: Wärme, Nährstoffe und neue Energie.


Saisonal zu kochen bedeutet, im Rhythmus der Natur zu leben. Das, was im Moment wächst, enthält genau die Kräfte, die unser Körper in dieser Jahreszeit benötigt. Und so passen die beiden Wurzeln auch geschmacklich wunderbar zusammen – die erdige Süße der Roten Bete verbindet sich harmonisch mit der belebenden Schärfe des Meerrettichs.


Die Rote Bete – Herzstärkend und blutbildend

Rote Bete, auch Rote Rübe genannt, ist eine Pflanze mit beeindruckender Vitalität.

Sie zählt zu den Gänsefußgewächsen und ist mit Mangold und Rüben verwandt. Ihre kräftig rote Farbe verdankt sie dem Farbstoff Betanin, der antioxidativ wirkt und freie Radikale bindet.


Das ist wissenschaftlich belegt und erklärt, warum Rote Bete als zellschützend und entzündungshemmend gilt. Darüber hinaus liefert sie viele wertvolle Inhaltsstoffe: Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen, Phosphor sowie Folsäure und Vitamin B.


Diese Kombination unterstützt Herz, Kreislauf und Blutbildung. Traditionell wird Rote Bete seit Jahrhunderten zur Stärkung nach Krankheiten, bei Blutarmut und allgemeiner Schwäche eingesetzt.


Der Meerrettich – Schärfe, die belebt

Der Meerrettich, bei uns oft Kren genannt, ist eine uralte Heilpflanze, die schon in Klostergärten gepflegt wurde. Seine besondere Stärke liegt in den Senfölen, die beim Reiben freigesetzt werden und für die typische Schärfe sorgen. Diese Senföle sind gut erforscht – sie wirken antibakteriell, durchblutungsfördernd und schleimlösend. Sie unterstützen das Immunsystem und helfen, den Körper von innen zu reinigen. Besonders in der kalten Jahreszeit kann Meerrettich also helfen, Erkältungskrankheiten vorzubeugen oder die Atemwege zu befreien.


Ich erkläre bei meinen Kräuterwanderungen immer gern, was diese Senföle im Körper bewirken: Wenn man Meerrettich isst und die Schärfe „in der Nase steigt“, spürt man die Aktivierung unmittelbar. Die ätherischen Dämpfe öffnen die Atemwege, fördern die Durchblutung und regen die Selbstheilungskräfte an – eine natürliche Reaktion, die der Körper schon immer zu nutzen wusste.


Traditionell überliefert ist zudem die Verwendung von Meerrettich bei Verdauungsbeschwerden, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Er gilt als „Wurzel der Lebenskraft“ – scharf, reinigend und aktivierend. In unserer Region findet man ihn vielerorts an Feldrändern oder feuchten Wiesen, aber die meisten erkenn ihn gar nicht. Auf meiner Herbstkräuterwanderung zeige ich euch wie ihr den Meerrettich lokal finden könnt.




Rote-Bete-Aufstrich mit Meerrettich und Walnuss-Brotstangen

Diese Kombination vereint das Beste beider Wurzeln – kräftig, aromatisch und zugleich wohltuend. Ein idealer Auftakt für festliche Tage, aber auch ein köstlicher Begleiter für ein gemütliches Adventsfrühstück.

Zutaten für den Aufstrich:

200 g vorgekochte Rote Bete 2 Knoblauchzehen- ½ Zwiebel 2 EL frisch geriebenen Meerrettich 1 TL Zucker je 1 EL Sonnenblumenöl & Butterschmalz 150 g Feta Saft und Abrieb einer Orange- Salz & Pfeffer Rote Bete, Knoblauch und Zwiebel fein würfeln. Öl und Butterschmalz erhitzen, Zwiebeln goldbraun rösten und mit Zucker karamellisieren. Knoblauch und Rote Bete hinzufügen, 2–3 Minuten dünsten. Mit Orangensaft und -abrieb ablöschen, würzen und einkochen lassen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist. Vom Herd nehmen, fein pürieren und abkühlen lassen. Feta und Meerrettich untermischen und nochmals pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Walnuss-Brotstangen mit Dinkelmehl

300 g Dinkelvollkornmehl 170 ml lauwarmes Wasser ½ Würfel frische Hefe 1 Prise Zucker ½ TL Salz 3 EL Olivenöl 3–4 EL gehackte Walnüsse etwas Kräutersalz Die Hefe mit Zucker und 2 EL Wasser in einer kleinen Schüssel auflösen und 10 Minuten stehen lassen, bis sie schäumt. Das Vollkornmehl mit Salz in eine große Schüssel geben, die Hefemischung, das restliche Wasser und Olivenöl hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis er aufgegangen ist. Die gehackten Walnüsse unter den Teig kneten, den Teig in fingerdicke Streifen teilen und zu Brotstangen formen. Die Stangen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit Kräutersalz bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C etwa 20–25 Minuten goldbraun backen. Nach dem Backen auf einem Gitter auskühlen lassen.

So gelingen dir knusprige, aromatische Walnuss-Brotstangen, die wunderbar nussig schmecken.

Das Rezept eignet sich auch wunderbar als schöne Idee für eine Vorspeise zu den Weihnachtsfeiertagen.


Den Aufstrich in kleinen Schälchen anrichten, mit etwas frisch geriebenem Meerrettich, gehackten Walnüssen und einem Zweig Thymian garnieren.


Dazu die warmen Walnussstangen reichen – ein herzhafter, festlicher Genuss, der durch Farbe, Duft und Geschmack Lebensfreude auf den Tisch bringt.



Ich wünsche Dir eine kreative Vorweihnachtszeit!




Überrasche deine Liebsten mit einem Weihnachtsgeschenk voller Natur, Wissen und Inspiration!










© Suzanne Minka

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