Türchen Nr.15 Heuschnupfen – Wenn die Pollen schon im Winter starten
- Suzanne Minka
- 15. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit


Ab Januar beginnt für viele schon die Heuschnupfen
Saison – oft leise und früher
als man es erwartet. Während draußen noch winterliche Ruhe herrscht, zeigen sich die ersten Pollen von Hasel und Erle und bringen empfindliche Nasen schnell aus dem Gleichgewicht.
Und auch wenn Wildkräuter eine Allergie nicht einfach verschwinden lassen, gibt es doch einige, die die typischen Beschwerden merklich abschwächen können. Juckende Augen, eine ständig laufende Nase oder dieses permanente Kitzeln lassen sich oft mit einfachen Haus- und Naturmitteln gut begleiten. Besonders hilfreich ist es, nicht erst zu warten, bis alles unangenehm wird, sondern frühzeitig ein wenig Unterstützung in den Alltag einzubauen.
Es gibt Wildkräuter, die in dieser Zeit wohltuend wirken, die Schleimhäute beruhigen und den Körper ein bisschen entlasten können. Ein wenig Hilfe ist also möglich – und in diesem Türchen warten ein paar sanfte, alltagstaugliche Ideen, die man unkompliziert ausprobieren kann.
Wie Heuschnupfen entsteht
Heuschnupfen entsteht, wenn das Immunsystem harmlose Pollen für eine Bedrohung hält. Der erste Kontakt bleibt meist unbemerkt. Der Körper schaut sich die Pollenproteine an und stuft sie fälschlicherweise als fremd ein. Darauf reagiert er, indem er sogenannte IgE-Antikörper bildet und sie an Mastzellen bindet.
Kommt man später wieder mit denselben Pollen in Berührung, reagieren diese Antikörper sofort. Sie erkennen die Pollen, hängen sich daran und aktivieren damit die Mastzellen. Diese schütten Botenstoffe aus – allen voran Histamin. Genau dieser Stoff sorgt für die typischen Beschwerden:
Die Schleimhäute in Nase und Augen schwellen an und röten sich.
Es kommt zu Niesanfällen und vermehrtem Sekretfluss.
Die Augen jucken oder tränen.
Manche spüren Husten oder ein Engegefühl, wenn auch die Bronchien reagieren.
Kurz gesagt: Das Immunsystem möchte schützen – nur leider an der falschen Stelle.

Natürliche Unterstützung: Wildkräuter und Lebensmittel bei Histaminreaktionen
Wenn viel Histamin ausgeschüttet wird, lohnt sich ein Blick auf Pflanzen und Lebensmittel, die hier regulierend wirken können. Einige enthalten natürliche Stoffe wie Quercetin, das die Histaminreaktion des Körpers sanft abmildern kann.
Wildkräuter
Brennnessel Gilt als Klassiker in der Pollenzeit. Die enthaltenen Flavonoide und Antioxidantien können die Histaminreaktion beruhigen. | Schafgarbe Unterstützt die Schleimhäute und wird traditionell bei gereizten Atemwegen verwendet. |
Sanfte Hilfe von außen: Rosenhydrolat
Bei brennenden, juckenden oder geschwollenen Augen kann Rosenhydrolat sehr wohltuend sein. Es kühlt, beruhigt und entspannt gereizte Schleimhäute. Einfach etwas Hydrolat auf ein Wattepad oder ein kleines Baumwolltuch sprühen und für ein paar Minuten auf die geschlossenen Augen legen. Rosenhydrolat kann man fertig kaufen z.Bsp bei feelings.
Natürliche Lebensmittel
Apfel Die Schale enthält besonders viel Quercetin. Wer Äpfel gut verträgt, kann sie in der Pollenzeit bewusst einbauen. | Zwiebel Vor allem die äußeren Schichten sind reich an Quercetin und unterstützen den Körper beim Histaminabbau. |
Ein paar praktische Helfer für den Alltag
Damit man gut in die neue Heuschnupfensaison starten kann, lohnt es sich, ein paar natürliche Begleiter schon bereit zu haben. Deshalb folgen jetzt einige einfache Rezepte und Anwendungen, die sich bewährt haben und im Alltag schnell zur Hand sind. Sie sind leicht herzustellen und können helfen, die typischen Beschwerden etwas abzufedern – besonders, wenn man frühzeitig damit beginnt.
Malventinktur – mein persönlicher Schnellhelfer
Ich selbst reagiere stark auf blühende Gräser – besonders auf meiner Streuobstwiese, wo ich ihnen nicht ausweichen kann. Deshalb brauchte ich etwas, das rasch wirkt. So bin ich zur Malventinktur gekommen, und sie hilft mir wirklich zuverlässig. Malve beruhigt die Schleimhäute und nimmt dieses unangenehme Kitzeln, das einen sonst begleitet.
Herstellung: Malvenblüten in ein Schraubglas geben, mit 40 % Alkohol übergießen, drei bis vier Wochen ziehen lassen, abseihen und in eine Tropfflasche füllen.
Anwendung:
Zur Vorbeugung dreimal täglich 20 Tropfen. Im akuten Fall stündlich etwa 10 Tropfen, langsam im Mund zergehen lassen.
Diese Kombination unterstützt mich sehr gut – und auch die Rückmeldungen aus meinem Umfeld sind durchweg positiv.
Für alle, die sich noch nicht so recht trauen, eine Tinktur selbst herzustellen, könnte mein Workshop „Wilde Natur-Apotheke“ eine gute Möglichkeit sein. Dort zeige ich die grundlegenden Herstellungsarten – darunter auch Tinkturen – ganz in Ruhe und Schritt für Schritt. Es lohnt sich ein Blick in meine Termine!
Die Heuschnupfenzeit kann anstrengend sein, aber manchmal helfen schon ein paar sanfte, natürliche Impulse, damit der Alltag wieder leichter wird. Vielleicht ist ja etwas darunter, das gut tut oder einfach ein bisschen Erleichterung bringt.
Und wenn eines dieser Rezepte bei dir oder jemandem aus deinem Umfeld wirklich gut funktioniert: gerne weitergeben. Oft reichen genau solche kleinen Hinweise, um anderen durch die Pollenzeit zu helfen – und gemeinsam lässt sich vieles leichter tragen.
Ich wünsche Dir eine kreative Vorweihnachtszeit!

Überrasche deine Liebsten mit einem Weihnachtsgeschenk voller Natur, Wissen und Inspiration!








