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Türchen Nr.6 Majoran & Oregano – alte Heilpflanzen mit moderner Bedeutung

  • Suzanne Minka
  • 6. Dez. 2025
  • 4 Min. Lesezeit

tannenzwieg mit roten beeren , tannenzapfen, sternen und schrift


Heilkräuter mit Geschichte:


Die wohltuende Kraft von Majoran & Oregano


Aromatisch, wärmend und kraftvoll begleiten er schon seit Jahrhunderten Körper und Seele.

Majoran und wilder Majoran (Oregano) sind weit mehr als Gewürze. Sie gehören zu den ältesten Heilpflanzen des Mittelmeerraums und wurden schon in der Antike für ihre wohltuende Wirkung auf Verdauung, Kreislauf und Stimmung geschätzt.


Heute weiß man, dass viele ihrer Inhaltsstoffe – etwa ätherische Öle, Bitterstoffe und Flavonoide – tatsächlich eine Wirkung auf Körper und Wohlbefinden haben können.


Majoran & Oregano – so ähnlich und doch verschieden


Sie duften beide würzig, wärmen das Herz und gehören zu den beliebtesten Küchenkräutern – doch Majoran und Oregano sind nicht dasselbe.


Beide stammen zwar aus der gleichen Pflanzengattung Origanum (auf Deutsch: Dost), unterscheiden sich aber in Aussehen, Aroma und Wirkung.


Der Majoran (Origanum majorana) ist der sanftere der beiden. Seine Blätter sind heller grün, samtig weich und verströmen ein feines, leicht süßliches Aroma. Er blüht weiß bis zartrosa und bildet kleine, kugelige Ähren, in denen sich die feinen Blüten verstecken. Majoran gilt als Kraut der Ruhe – er wirkt harmonisierend, mild und wärmend, sowohl in der Küche als auch in der Kräuterheilkunde.

Der Oregano (Origanum vulgare) dagegen ist kräftiger und wilder. Seine Blätter sind dunkler, das Aroma intensiver und leicht scharf – er enthält das natürliche Antiseptikum Thymol, das ihm seine typische, würzige Note verleiht. In freier Natur begegnet uns Oregano oft als Dost, der an sonnigen Wegrändern oder auf Wiesen wächst. Im Sommer, zur Blütezeit, lässt er sich wunderbar sammeln und trocknen – so begleitet uns sein Duft und seine Kraft auch in der kalten Jahreszeit.


So ähnlich sie sich also sind – Majoran wärmt und besänftigt, Oregano belebt und stärkt. Gemeinsam zeigen sie, wie vielfältig und fein abgestimmt die Kräuterwelt ist – und dass selbst Geschwisterpflanzen ihren ganz eigenen Charakter haben.



Majoran – Sanfte Kraft für Herz, Verdauung und Ruhe


Majoran (Origanum majorana) ist ein Kraut voller Wärme. Schon in alten Klostergärten galt es als „Seelenpflanze“, die Harmonie und Ruhe schenkt.


Wirkung auf Herz & Kreislauf


Majoran kann die Blutgefäße leicht erweitern und so den Blutfluss fördern. Seine antioxidativen Inhaltsstoffe schützen Herz und Gefäße. Diese Effekte wurden in kleineren Studien beobachtet, sie gelten aber als sanfte Unterstützung – nicht als medizinische Behandlung.


Verdauung & Immunsystem


Seit Jahrhunderten wird Majoran als „Bauchfreund“ eingesetzt – er regt den Appetit an, fördert die Verdauung und lindert Blähungen. Diese Wirkung ist traditionell überliefert und auf seine krampflösenden und antimikrobiellen Eigenschaften zurückzuführen.

Hormonelles Gleichgewicht & Frauenwohl


In der traditionellen Anwendung wird Majoran zur Harmonisierung des Zyklus genutzt. Erste klinische Untersuchungen deuten darauf hin, dass er bei hormonellen Ungleichgewichten wie PCOS regulierend wirken kann (Studienlage begrenzt).

Nerven & Schlaf


Majoran gilt als beruhigend und kann Spannungen lösen. Besonders als Tee oder Bad wirkt er entspannend – eine Wirkung, die seit Generationen überliefert ist und durch seine ätherischen Öle erklärt wird.


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Majoran auch äußerlich – als Salbe für Wärme und Ruhe


Majoran entfaltet seine wohltuende Wirkung nicht nur innerlich als Tee, sondern auch äußerlich als Salbe oder Balsam. Die Kombination aus wärmenden, antimikrobiellen und entspannenden Inhaltsstoffen macht Majoransalbe zu einem vielseitigen Hausmittel – besonders in der kalten Jahreszeit. Wissenschaftlich untersucht ist, dass Majoran antimikrobiell wirkt und sanft entspannend auf Muskeln und Nerven einwirken kann.


Traditionell wird die Salbe auch bei innerer Unruhe, Erkältungen, Verdauungsproblemen oder Regelschmerzen eingesetzt. Aber auch bei


  • Bei Nervosität oder Schlafproblemen: sanft auf Nacken, Brust oder Solarplexus einmassieren – der warme Duft beruhigt und löst Anspannung.


  • Bei Erkältung: auf Brust oder Hals auftragen, um die Atemwege zu entspannen.


  • Bei Völlegefühl oder Blähungen: den Bauch mit kreisenden Bewegungen massieren – das unterstützt die Verdauung.


  • Bei Muskel- oder Regelbeschwerden: auf betroffene Bereiche auftragen und Wärme zuführen.


ist die Majoran-Salbe sanft, wärmend und tröstend – ein kleiner Helfer für Körper und Seele, der daran erinnert, wie viel Heilkraft in den vertrauten Kräutern steckt.



Oregano – die kräftige Schwester des Majorans


Der wilde Majoran, besser bekannt als Oregano (Origanum vulgare), ist die robustere Variante des Gartengewürzes. Seine Wirkung ist stärker, da er höhere Konzentrationen ätherischer Öle enthält.

Antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung


Diese Effekte sind wissenschaftlich gut untersucht. Oreganoöl hemmt das Wachstum verschiedener Bakterien und Pilze – eine Eigenschaft, die in Laborstudien mehrfach bestätigt wurde.



Verdauung & Atemwege


Traditionell wird wilder Majoran bei Husten, Erkältung und Völlegefühl verwendet. Seine wärmende und reinigende Kraft wirkt besonders in den Atemwegen wohltuend.

 Körperliche Regeneration

In der Volksheilkunde gilt er als stärkend bei Erschöpfung und Muskelschmerzen.



Natürlich kann man Majoran oder Oregano auch räuchern – doch das ist wieder eine ganz eigene Geschichte.


Probier doch einmal einen Majoran-Tee – er schmeckt angenehm mild und beruhigend, und die wohltuende Wirkung spürt man oft schon nach der ersten Tasse. Wenn du einen der beiden Kräuterschätze im Garten hast, kannst du sie im Sommer trocknen und im Winter hübsch verpackt mit einer kleinen Beschreibung verschenken.


Ein duftendes Geschenk, das von Herzen kommt und die Wärme des Sommers in sich trägt.



Ich wünsche Dir eine kreative Vorweihnachtszeit!




Überrasche deine Liebsten mit einem Weihnachtsgeschenk voller Natur, Wissen und Inspiration!










© Suzanne Minka

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